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Lenormand Karten sind Karten, die
nach Mademoiselle Lenormand benannt - und vermutlich von ihr entwickelt
- wurden.
Mlle. Lenormand (1772-1843), geboren am 27.Mai 1772
war eine bekannte Pariser Wahrsagerin, die Berühmtheiten wie
Napoleon oder Robespierre die Zukunft vorausgesagt hat. Ihre Trefferquote
war bei ihren Voraussagen sehr sicher.
Für ihre Weissagungen benutzte
sie neben Handlesen und Astrologie (sowie diversen Orakelmethoden)
die Karten.
Dieses Kartendeck, auch "grosses Lenormand-Deck" genannt,
hat sie mit 60 Jahren, d.h. nur wenige Jahre vor ihrem Tod, entworfen.
Dieses Deck aus 52 Karten trägt neben den Bezeichnungen, die
wir heute aus dem Rome kennen, astrologische Bilder, Buchstaben, Pflanzen
und drei weitere Bilder.
Heute eher bekannt und hier erhältlich
ist das kleine Lenormand Deck, das aufgebaut ist wie unsere Skatspiele
und daneben ein Bild trägt.
Diese Karten sind vor allem dazu geeignet sich einen ausführlichen
Überblick über die mögliche Zukunft zu machen.
Auslegen der Karten
Die Karten werden zunächst vom
Fragesteller gemischt und mit der linken Hand einmal abgehoben. Nun
legt man die Karten von oben nach unten vom Stapel in der Reihenfolge
des gewählten Legesystems.
Es gibt verschiedene Legearten, als Beispiel
zeige ich hier mein bevorzugtes System, das 9er-Spiel:
Es werden vier Reihen a neun Karten ausgelegt

Das Kreuz aus Gegenwart,
Vergangenheit und Zukunft
Von der Personenkarte ausgehend zieht
man nun ein Kreuz. Die Karten links von der Personenkarte stellen
die Vergangenheit dar, die Karten darüber die nicht beeinflussbare
Gegenwart, darunter die beeinflussbare Gegenwart und alle Karten rechts
von der Personenkarte stehen für die Zukunft.Gedeutet werden
zunächst die Karten auf dieser Linie, jeweils in ihren Wechselbeziehungen.
Anschließend wird in den übrigen Karten nach weiteren wichtigen
Ereignissen oder Personen geschaut.

Die Deutung der Karten
Die meisten Karten müssen im Zusammenhang
mit ihren Umgebungskarten gedeutet werden, um näheres über
die Umstände oder die Hintergründe der Bedeutung zu erfahren.
Dabei gibt es kein festes Schema, welche Umgebungskarten im Zusammenhang
stehen, sondern hier ist die Intuition des Kartenlegers gefragt.
Die Karten bekommen durch ihre Umgebungskarte
und ihre Entfernung zur Personenkarte unterschiedliche Bedeutungen,
eine Aussage kann verstärkt oder gemildert werden, kann positiv
werden oder ins Negative gekehrt werden.
Ein großer Vorteil der Lenormand
gegenüber den Tarotkarten besteht darin, dass mit ihnen genauere
Zeitangaben möglich, da es diverse "Zeitkarten" im
Spiel gibt.

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