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Weissagung ~ Feuerschau ~ |
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Tarot |
Pyromantie nennt man die Kunst,
mit Hilfe des Feuers (oder Glut) in Zukunft, entfernte Gegenwart oder
Vergangenheit zu sehen. Ob diese Fähigkeit erlernbar ist oder ob
sie angeboren sein muss, das ist ein Streitpunkt unter vielen Hexen,
und das, obwohl sie heutzutage nicht sehr weit verbreitet ist. Doch ich möchte hier diese Kunst zumindest vorstellen: Hierfür benötigt man ein Feuer – Personen, die einen Kamin besitzen sind ein wenig im Vorteil. Aber man kann es auch mit Kerzenflammen versuchen. Vielleicht kennst du das leicht hypnotische Gefühl, wenn du dem Spiel und Tanz der Flammen eines Feuers über längere Zeit zuschaust. Für die Pyromantie muss man sich sich vollends auf die Flammen einlassen, man muss eben jenen Zustand erreichen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich dein Bewusstsein verschiebt, eine andere Ebene, auf der wir mehr erkennen können als gewöhnlich. Versinke völlig in der Betrachtung der Flammen, atme dabei ganz
normal weiter. Gehe mit Neugier und Aufgeschlossenheit an die Sache heran, aber nicht mit allzu großen Erwartungen. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dugleich beim ersten Versuch etwas in den Flammen erkennen wirst. Ein Feuer, das als besonders wirksam angesehen wird,ist das Azrael-Feuer: Es besteht aus gleichen Anteilen Wacholder-, Zedern- und Sandelholz. Dieses wird über Kreuz aufgeschichtet und sobald es etwas heruntergebrannt ist, soll man mit der Pyromantie beginnen können. Eine andere Form der Pyromantie besteht darin, das Verhalten der Flammen selbst zu deuten, also die Farben, die Größe, starkes Flackern, aufsteigender Rauch. Es ist auf jeden Fall vorteilhaft, wenn man die Pyromantie nach Einbruch
der Dunkelheit übt, oder zumindest den Raum abdunkelt. So sind
störende Einflüsse leichter auszuschließen und die
Konzentration ist stärker. Auch solltest du darauf achten, dass
die Fenster geschlossen sind. Allzu stark flackernde Kerzen und Flammen
erschweren die Pyromantie. |